Innovationsmanagement stellt einen wesentlichen Wachstumsmotor dar, es stellt sicher, dass Unternehmen anhaltend an der Spitze ihres Marktes agieren können. Für KMU sind – neben inkrementellen – dabei auch disruptive Innovationen relevant. Diese müssen aber durch inkrementelle Innovationen flankiert werden. Im Zuge einer Innovationsplanung müssen sich Unternehmen die Frage stellen, ob genügend Innovationsprojekte vorhanden sind, um mittel- und langfristige Unternehmensziele zu erreichen. In KMU finden sich aber häufig keine befriedigenden Antworten auf diese Frage, dem Großteil der europäischen KMU fehlt es an Transparenz. KMU benötigen vor diesem Hintergrund verlässliche Strategien des Innovierens. Ein für KMU geeignetes, erfolgreiches Innovationsmanagement strebt langfristige Innovationsstrategien an, legt Wert auf eine Innovationen förderne Unternehmenskultur, profitiert von internen wie externen Netzwerken (z.B. im Rahmen von Innovationspartnerschaften), unterstützt die systematische Entwicklung von Ideen, und profitiert vom Einsatz moderner Informationstechnologie als Treiber der Innovation. Mit IMP³rove stellt S. Brunswicker (Fraunhofer IAO) eine für unterschiedliche Branchen, Unternehmensgrößen und Altersstrukturen geeignetes Werkzeug des Innovationsmanagements vor, dass Assesment, ein deskriptives Benchmarking, Workshops zu Verbesserung der Leistungsfähigkeit und Maßnahmen der Erfolgskontrolle integriert.
Spannender Vortrag und sehr schönes Projekt! Gut war der Hinweis, dass “time to profit” und nicht “time to market” zäjlt. Betonung durch eine Verbindung von Innovationsmanagement und Wachstumsmanagement.
Meine Fragen aber an das Projekt: Benchmarking ist gut, um operationale Effizienz zu entwicklen, aber Wettbewerbsfähigkeit kommt “von anders sein” (Porter 1996): Widerspricht sich nicht ein Benchmarking im Innovationsprozess mit der Forderung, andere Aktivitäten als die Wettbewerber zu erstellen?
Der Vortrag arbeitete den Nutzen des improve-Innovationsbenchmarkings sehr schön heraus. Dieses Benchmarking wird durch geschulte Berater unterstützt. Ich habe an dieser Schulung teilgenommen. Es geht im Kern darum, das Unternehmen zum kollektiven Nachdenken über das Thema Innovation zu bringen, um einen eigenen Weg zu beschreiten und nicht die “best practices” zu kopieren. Der Aufwand zur Durchführung des Benschmarks ist gering, der Nutzen groß! Dies bestätigte auch Herr Brockhaus, der GEschäftsführer einer IT-Firma, die dieses Benchmarking im Rahmen des integro-Projektes durchgeführt hat. Inzwischen entwickelt er eine eigene software zur Unterstützung des Projektmanagements von Innovationsprojekten. Trotzdem bleibt der Hinweis des Managementzentrums Witten in der Diskussion zum Vortrag richtig: die Suche nach geeigneten Managementformen darf nicht dazu führen, dass Spielräume für Intuition, Spontanität und Kreativität verloren gehen.
Interessanter Vortrag und ein bereits sehr elaboriertes Instrument. Ich fände es spannend, wenn die Kooperation zwischen dem Projekt Integro und improve weitergeführt werden könnte. Besonders spannend wäre die Frage nach den Differenzen zwischen Innovationsmanagement im Produktions- und Dienstleistungsbereich. Gibt es da bereits Ergebnisse, die für das Projekt hilfreich wären. Darüber hinaus könnte man/frau an der Schärfung der These eines neuen Innovationsparadigmas und dessen Folgen für ein erfolgreiches Innovationsmanagement wunderbar gemeinsam weiterarbeiten.